Ostseebäder  - Das Ostseebad Koserow


Fotos in der 3.Reihe: Zwischen Koserow und Zempin befindet sich ein kilometerlanger FKK - Strand. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung.
4.Reihe: Die Seebrücke. Die Pergola auf der Steilküste. Blick von Kölpinsee zum Streckelsberg.
Das mit Naturschönheit reich versehene Ostseebad Koserow befindet sich dort, wo die Insel Usedom am schmalsten ist. Bei Lüttenort, sind es nur einige hundert Meter, die zwischen der Ostsee und dem Achterwasser liegen. Dort war die Insel schon mehrfach durch Sturmfluten geteilt worden.
 Der Sage nach soll Vineta vor Koserow gelegen haben. Der Streckelsberg, mit 54 m einer der höchsten Berge der Insel Usedom, bietet einen Blick bis nach Swinemünde und Misdroy. Im Jahre 1932 hatte der Streckelsberg noch eine Höhe von 60 Metern.
Geschichte: Der Ort, ein staatlich anerkanntes Seebad, wurde urkundlich im Jahre 1347 erstmalig erwähnt. Die Kirche – wahrscheinlich die älteste an der Küste der Insel Usedom – dürfte noch früher erbaut worden sein. Wie viele Orte auf Usedom wurde auch K. im Dreißigjährigen Krieg von den „Kaiserlichen“ (Wallenstein) geplündert. Die Kirchenglocke fand man später in der Swine wieder. Die Bernsteinhexe, die Heldin eines Romans von Pastor Wilhelm Meinhold, der im Dreißigjährigen Krieg spielt, hatte ihren Wohnort in Koserow. Sie soll durch einen reichen Bernsteinfund die Not gelindert haben. Ihre Verbrennung als ”Hexe” verhinderte ein "edler Herr". Im Jahre 1853 wurde die Seebadeanstalt Koserow eröffnet. Sturmfluten zerstörten in den Jahren 1872 und 1875 das Vorwerk Damerow. Durch den Bau der Bahnlinie von Heringsdorf nach Wolgast erhielt Koserow im Jahre 1911 einen Eisenbahnanschluss. Im Jahre 1993 wurde eine neue Seebrücke eingeweiht.