Allgemein - Kaseburg
Als im Jahre 1880 nach sechsjähriger Bauzeit die Kaiserfahrt - ein Kanal zwischen der Swine und dem Stettiner Haff - fertig gestellt worden war, wurde Kaseburg von der Insel Usedom abgeschnitten. Eine neue Insel war entstanden, verkehrstechnisch sehr zum Nachteil der Bewohner von Kaseburg. Die Weiterfahrt der großen Schiffe von Swinemünde nach Stettin wurde jedoch sehr erleichtert, bzw. überhaupt erst ermöglicht.
Geschichtliches: Zu Mittsommer 1630 war Gustav Adolf, der König von Schweden, mit einer kleinen aber schlagkräftigen Infanterieabteilung in der Nähe von Peenemünde angelandet  und binnen weniger Tage bis zur Swinemündung vorgestoßen. Vor dem Weitermarsch nach Wollin machte er in Kaseburg halt und soll zwischen dem 14. und 19.Juli im dortigen Pfarrhaus genächtigt  sowie  sein Frühstück unter den (noch stehenden) alten Kastanien eingenommen haben. Die Kaiserlichen - unter Wallenstein - die zuvor Pommern ausgeplündert hatten, zogen schnell ab. Die Truppendurchzüge hörten zwar nicht auf, die Schweden waren aber disziplinierter und gingen schonender mit dem Land um, das sie (trotz des brandenburgischen Protestes) schon als ihr Eigentum betrachteten.