Ostseebäder - das Kaiserbad Ahlbeck
Ahlbeck, Ortsteil der Gemeinde Heringsdorf, zwischen Swinemünde und Heringsdorf gelegen, ist ein bekanntes und beliebtes Ostseebad. Jahrzehntelang hatte es die einzige intakte Seebrücke auf der Insel Usedom. In den neunziger Jahren hat diese Seebrücke einen Bootsanlieger erhalten, von dem aus die Schiffe u.a. nach Swinemünde und nach Heringsdorf fahren. Nach dem Fall der Grenzkontrollen zwischen D und PL ist die Promenade von Swinemünde über Ahlbeck nach Heringsdorf und Bansin begehbar (“die längste Flaniermeile der Welt”).
Zur Geschichte: Der Preußenkönig Friedrich II. siedelte 1750 am rechten Ufer der "Aalbeeke" vier Kolonisten an. Das "königliche Ahlbeck" entstand. Ziel war die Entwässerung des Thurbruchs. 1882 wurden das Fischerdorf und das "königliche Ahlbeck" zu einem Dorf vereinigt. Bereits im Jahre 1852 hatte der Badebetrieb begonnen. Das neue Seebad mit seinem vier Kilometer langen Sandstrand war insbesondere für den Mittelstand und kinderreiche Familien interessant. 1890-92 war die Seebrücke erbaut worden. Sie wurde mehrmals durch Eisgang und stürmische See zerstört und in den Jahren 1984-86 saniert. 1894-95 war auf einer Düne mitten im Ort die neugotische Dorfkirche errichtet worden.
1938 zählte man mehr als eine halbe Million Übernachtungen. Die Kurpromenade erstreckte sich über Heringsdorf bis nach Bansin und bis zum Ende des 2.Weltkrieges auch zum Nachbarort Swinemünde. Seit 1990 wurde in Ahlbeck viel investiert. Die 3 Kaiserbäder auf der Insel Usedom haben zum 01.01.2005 fusioniert. Auf Grund der Verwaltungsreform entstand nach Bürgerentscheid der neue Ort mit dem offiziellen Namen "Seebad Heringsdorf" bestehend aus den Ortsteilen Seebad Bansin, Seebad Heringsdorf und Seebad Ahlbeck.