Ostseebäder  - das Ostseebad Zinnowitz

Zinnowitz (4000 Einwohner und 5000 Gästebetten) ist ohne Zweifel eines  der schönsten Seebäder auf Usedom. Die zu Beginn des 20.Jahrhunderts entstandenen, inzwischen liebevoll restaurierten Hotels und Pensionen, eine großzügig angelegte, lange Promenade und ein schöner, etwa 3km langer weißer breiter Sandstrand, geben dem Seebad seinen unverwechselbaren Charakter. Der Weg zum Ostseestrand ist kurz, der zum Achterwasser mit seinem Jachthafen und einer Dampferanlegestelle nicht lang. Aber auch von der neu errichteten Zinnowitzer Seebrücke aus können Dampferfahrten in die benachbarten Ostseebäder, nach Swinemünde und in Kürze auch nach Misdroy unternommen werden. Und wem das alles nicht reicht, der kann mit dem Rad oder zu Fuß einen Ausflug in die nahe gelegenen Orte Zempin, Koserow oder Peenemünde unternehmen oder lange Spaziergänge durch den nahen Wald genießen.
Eine kulturelle Attraktion des Ostseebades sind die Vineta - Festspiele. Mit mehr als 50 Mitwirkenden, darunter Schauspieler der Vorpommerschen Landesbühne Anklam, Eleven der Theaterakademie Vorpommern und zahleichen Laiendarstellern bietet die Freilichtbühne ("Ostseebühne") in Zinnowitz Laien ein
Theaterspektakel mit Texten, Liedern, Tänzen und Musik sowie verblüffenden pyrotechnischen Effekten. Fast 200.000 Besucher genossen in den vergangenen Jahren auf der dieses Theatererlebnis.
Im Unterschied zu Swinemünde, Ahlbeck und Heringsdorf, die im 18. bzw. 19.Jahrhundert entstanden waren, hat Zinnowitz als Ort eine sehr viel längere Geschichte aufzuweisen. Bereits Im Jahre 1309 hatte der Pommernherzog Bogislav IV. auf seinem Schloss in Wolgast in einer Schenkungsurkunde dem selbstständigen Kloster Crummin den Besitz der pommerschen Dörfer Crummin (Krummin), Tzys (später Zitz, dann Zinnowitz) und Mahlzow, samt deren bebauten und unbebauten Grund und Boden, Gewässer, Wald, Fischerei und Jagdrecht u.s.w. als dessen Eigentum bestätigt. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat jedoch der Tzys schon viel früher bestanden. Die Historiker berufen sich jedoch notwendigerweise auf das älteste Dokument über den Ort. E.R.